Leistungen 2018-09-26T19:52:35+00:00

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Baugrunduntersuchung nach DIN 4020 und

DIN EN 1997

Baugrunduntersuchungen sind wesentlicher Bestandteil der Planung und Ausschreibung nahezu jeder Bauaufgabe. Sie gewährleisten eine fachgerechte Planung und Ausführung, regeln vertragliche Details, optimieren den Bauablauf und helfen Kosten zu sparen.
Grundlage für die Untersuchung und Beurteilung des Baugrundes bildet die nationale Norm DIN 4020 und die europäische Norm DIN EN 1997 (Eurocode 7).
Vor Beginn der geotechnischen Erkundung erfolgt die Einstufung des Bauvorhabens in eine Geotechnische Kategorie nach DIN 1054. Die Einordnung erfolgt u.a. nach dem Schwierigkeitsgrad des Bauwerkes, den Baugrundverhältnissen sowie den zwischen dem Projekt und der Umgebung bestehenden Wechselwirkungen.
Aus der Geotechnischen Kategorie ergeben sich Vorgaben für die Baugrunderkundung und die Geotechnische Berichterstattung. Die Baugrunderkundung liefert eine Beschreibung der Bodenbeschaffenheit. Sie bildet die Grundlage für die Festlegung der geotechnischen Kennwerte, die für alle Bauzustände maßgebend sind.
In Zusammenarbeit mit kompetenten Bohrfirmen erkunden wir auf Basis dieser Vorgaben den Baugrund, um gesicherte Erkenntnisse über den Untergrund zu erhalten. Die maximal zulässigen Untersuchungsabstände und die Mindestuntersuchungstiefen ergeben sich auf Grundlage der DIN EN 1997.
Die Bohrgutkontrolle erfolgt von unseren Mitarbeitern vor Ort, da bereits im Stadium der Erkundung wichtige Erkenntnisse im Hinblick auf die spätere Baugrundbegutachtung und Gründungsberatung gewonnen werden können.

Bodenmechanische Laborversuche

Neben der Baugrundbeschreibung ist die Bestimmung von Erdstoffkennwerten ein wichtiger Bestandteil des Baugrundgutachtens. Unser Labor ist für alle geotechnischen Untersuchungen ausgestattet. Die Durchführung der Laborversuche erfolgt ausschließlich durch ausgebildete Baustoffprüfer.

Diese geotechnischen Laborversuche klassifizieren die erkundeten Böden und bilden die Grundlage für weitere bodenmechanische Versuche. Zu diesen Versuchen gehört die Bestimmung von folgenden Kennwerten:

  • Korngrößenverteilung durch Nass-/Trockensiebung, kombinierte Sieb-Schlämmanalyse
  • Kornform
  • Korndichte im Kapillarpyknometer
  • Wassergehalt durch Ofentrocknung
  • Organische Bestandteile mittels Glühverlust im Muffelofen
  • Kalkgehalt mit dem Calcimeter nach Scheibler
  • Zustandsgrenzen (Fließ-, Ausroll- und Schrumpfgrenze)
  • Dichte des Bodens
  • Wasseraufnahmevermögen mit dem ENSLIN-Gerät nach Neff
  • Wasserdurchlässigkeit

Diese Versuchsgruppe simuliert das Verformungsverhalten des Bodens unter Belastung. Diese Kennwerte werden oft für Setzungsermittlungen / Bemessungen im Zusammenhang mit z.B. Baugrundverbesserungen verwendet. Zu diesen Kennwerten gehören u.a.:

  • Steifemodul aus Kompressionsversuchen mit dem Ödometer
  • Frostbeständigkeit aus Frost-Tau-Wechselversuchen in einer Frost-Tau-Prüfkammer

Die Festigkeit von Böden stellt eine wesentliche Einflussgröße für erdstatische Berechnungen dar. Zu diesen Versuchen gehört die Bestimmung von folgenden Kennwerten:

  • Einaxiale Druckfestigkeit mit hydraulischer Prüfpresse
  • Scherfestigkeit mit dem direkten Scherversuch (Rahmenschergerät) oder Laborflügelsonde
  • Tragfähigkeit von Böden und hydraulisch gebundenen Schichten mittels CBR-Versuch
  • Eindringwiderstand mittels Taschenpenetrometer
  • Dichte des Bodens mit dem Proctor-Verdichtungsgerät bis d = 250 mm

Die Auswertung und Darstellung der einzelnen Versuche erfolgt programmbasiert u.a. mit GGU Software der civilserve GmbH und Programmen der IDAT GmbH. Zur Durchführung weiterer Versuche im Bereich der Bodenmechanik sowie im Bereich der Bausubstanzuntersuchungen arbeiten wir mit öffentlichen Institutionen und zertifizierten Büros zusammen.
Unser Laboratorium besitzt eine Zulassung auf der Grundlage der „Richtlinien für die Anerkennung von Prüfstellen für Baustoffe und Baustoffgemische im Straßenbau“ (RAP Stra) für die Fachgebiete Böden einschließlich Bodenverbesserung (A), Tragschichten mit hydraulischen Bindemitteln, Bodenverfestigungen (H) und Schichten ohne Bindemittel sowie Baustoffgemische und Bodenmaterial für den Erdbau (I). In regelmäßigen Intervallen werden die Anerkennungsvoraussetzungen durch die RAP Stra Kommission und der Bundesanstalt für Straßenwesen überprüft.

Geotechnische Beratung und Baubegleitung

Im Zuge einer geotechnischen Beratung und Baubegleitung werden während der Bauzeit die vorhandenen geologischen Verhältnisse durch unsere Spezialisten vor Ort beurteilt. Dabei steht jeweils die Sicherheit der Baugrube sowie der angrenzenden Bauten im Vordergrund. Meist sind derartige Beratungsleistungen eng mit Kontrollprüfungen verknüpft.

Bei der Bauausführung beraten bzw. begleiten wir unsere AG u.a. bei:

  • Abnahmen von Baugruben- und Gründungssohlen
  • Herstellung von Bohrpfahlgründungen
  • Ankerherstellung (Mikropfähle, Bodennägel, …)
  • Rammarbeiten (Spundwand, Träger, …)
  • Herstellung von Querungen und Durchörterungen
  • Grundwasserabsenkungen etc.

Neben der Betreuung von Neubaumaßnahmen gehört auch die Schadensbegutachtung von bestehenden Dämmen und Gebäudefundamente zu unserem Leistungsspektrum. Häufig hervorgerufen durch Unterspülungen, Hochwasser, Baumängel oder die Besiedlung von Bahndämmen / Hochwasserschutzdämme durch Tiere. Neben der Begutachtung dieser Schäden werden durch Labor- und Feldprüfungen weitere Informationen gewonnen, um die genauen Ursachen zu ermitteln und passgenaue Lösungsvorschläge für unsere Auftraggeber zu erarbeiten.

Qualitätskontrollen auf Baustellen

Unser Ingenieurbüro führt Feldprüfungen zur Qualitätskontrolle und Erstellung von Eignungs- bzw. Materialuntersuchungen im Erd- und Tiefbau durch. Wir betreuen als Eigen- oder Fremdüberwachung u.a. Infrastrukturmaßnahmen sowie Maßnahmen im Brücken-, Deich- und Kabelbau. Grundlagen bilden u.a. die Zusätzlich Technischen Vertragsbedingungen und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau (ZTV E-StB, ZTV SoB-StB), die Richtlinie der DB AG (Ril 836) und die entsprechend gültigen DIN-Normen.

Unsere Baustoffprüfer sind deutschlandweit mit modernster Feldprüftechnik für unsere Kunden unterwegs. Neben vier statischen Plattendruckgeräten, einer Troxler-Isotopensonde gehören 6 leichte dynamische Fallgewichtsgeräte zur Feldprüftechnik.

Qualitätskontrollen während der Bauphase stellen die Einhaltung der Anforderungen mit einer unabhängigen Prüfung und -überwachung durch erfahrene Baustoffprüfer, Ingenieure und Geologen kurzfristig und zuverlässig sicher.

Die Eignungs- bzw. Materialuntersuchungen, die aus den Labor- und Feldprüfungen gewonnen werden, bilden die Grundlage für:

  • Bodenverbesserungsmaßnahmen
  • qualifizierte Bodenverbesserung
  • Bodenverfestigung
  • Einbaumaterialien, wie z.B. Trag- und Frostschutzschichten
  • Filterberechnungen für Entwässerungsanlagen etc.

Das Ergebnis der Feldprüfungen stellt einen wesentlichen Bestandteil der Geotechnische Beratung und Baubegleitung sowie der Erstellung der Gutachten dar.

Dabei sind folgende Kennwerte von Bedeutung:

  • Tragfähigkeit mit dem statischen Plattendruckgerät bis d = 600 mm und mit dem leichten Fallgewichtsgerät
  • Verdichtung mittels Densitometer, Ausstechzylinder, Sand-/Wasserersatzmethode, Troxler-Isotopensonde oder leichter Rammsondierung
  • Scherfestigkeit in situ mit dem Flügelscherversuch
  • Einstreumenge von Bindemitten

Erstellung von Geotechnischen Berichten

Die Ergebnisse der Erkundung sowie der Labor- und Feldversuche bilden die Grundlage für den Ingenieur zu einer ausführlichen Baugrundbeschreibung und daraus abzuleitende Gründungsvorschläge für den Planungsingenieur.

Der Geotechnische Untersuchungsbericht enthält eine Dokumentation aller zum Baugrund und zum Grundwasser gewonnenen Informationen sowie eine Nennung der mitwirkenden Personen und der eingesetzten Verfahren sowie eine Bewertung der Ergebnisse auf Plausibilität.

Im Geotechnischen Bericht werden die Ergebnisse der Baugrunderkundung beschrieben, dargestellt und kommentiert. Der Geotechnische Bericht enthält über den Inhalt des Geotechnischen Untersuchungsberichts hinaus die Bewertung der Ergebnisse des Untersuchungsberichts, Gründungsempfehlungen sowie die Folgerungen für das Bauwerk und die Ausführung. Die charakteristischen Werte der Baugrundkenngrößen und Grundwasserstände werden in Abhängigkeit vom Bauwerk angegeben. Der Geotechnische Bericht ist Teil des Geotechnischen Entwurfsberichts. Vom Inhalt her entspricht der Geotechnische Bericht dem klassischen „Baugrundgutachten“, wobei dieser Begriff nicht mehr zeitgemäß ist.

Im Geotechnischen Entwurfsbericht werden die Voraussetzungen, Vorgaben, Rechenverfahren und die Ergebnisse der Nachweise der Standsicherheit und Gebrauchstauglichkeit dokumentiert. Der Geotechnische Entwurfsbericht enthält einen Plan für eine geeignete Überwachung und Kontrolle durch Messungen.

Der Geotechnische Entwurfsbericht hat im Wesentlichen die Funktion einer prüffähigen Statik, in der die Modellbildungen zusammen mit ihren Grundlagen dargestellt und die Berechnungsergebnisse für das Zusammenwirken von Baugrund und Gründungselementen dargestellt werden. Er enthält also die ingenieurmäßige Bearbeitung und die rechnerischen Nachweise der Standsicherheit und Gebrauchssicherheit.

Geotechnische und Geohydraulische Berechnungen

Im Anschluss an die durchgeführte Baugrunderkundung sowie nach Auswertung der Laborversuche werden Baugrundmodelle erstellt, welche die Grundlage für die geohydraulischen und erdstatischen Berechnungen bilden.

Folgende Berechnungen, Bemessungen und Nachweise für den Geotechnischen Entwurfsbericht können durch unser Büro durchgeführt werden:

  • Standsicherheitsberechnungen
  • Grundbruchsicherheitsnachweise
  • Böschungsbruch
  • Auftriebssicherheit und der hydraulischen Grundbruchsicherheit
  • Setzungsberechnungen
  • Stützkonstruktionen (Winkelstützmauer, Gabionen, Bewehrten-Erde-Konstruktionen..)
  • Baugrubensicherungen (Verbauwände, Schlitzwände, …)
  • Filterberechnung, Filterstabilität und Suffosionssicherheit
  • Grundwasserströmungen mit FEM, instationäre Grundwasserströmungen
  • Versickerungsanlagen, Mehrbrunnenanlagen
  • eindimensionalen Konsolidationsvorgängen in ein- und mehrschichtigen Systemen
  • ebenen und rotationssymetrischen Verformungszuständen (linear-elastisch)